Beiträge von Kleine Braunelle

    So lange wie nötig.
    Da die Blasengeschichte immer wieder kommt, würde ich schauen, sie dauerhaft in den Griff zu bekommen.
    Ich würde mal mindestens 5 -10 Tage andenken.

    Du siehst ja dein Tier täglich.

    Dann anfangen, sie quasi ausschleichen zu lassen. Bekommen die Tiere hochdossiert Schmerzmittel, sollte man sie eh nicht von heute auf morgen sofort absetzen. Dh: ich würde mal 5 Tage hochdossiert andenken und dann anfangen zu reduzieren, aber auch nur, wenn es keine Symptome mehr gibt: kein Blut im Urin und keine geschwollene Vulva.

    Sind die Symptome abgeklungen, dann noch 2-3 Tage hochdossiert geben, anschließend ausschleichen lassen.

    So würde ich es machen.

    Und du schaust ja eh hin, ob die Symptome wieder kommen.

    Parallel würde ich die Ernährung dauerhaft umstellen.

    Ziel ist ja, dass es nicht wieder kommt und das würde ich zumindest versuchen zu erreichen. Wenn das Tier zu Blasensteinen und co neigt, braucht es eine besondere Fütterung, genau wie ein Diabetesschweinchen.

    Und die Blasenfütterung ist jetzt nicht so schlimm, dass nicht alle aus der Gruppe mitgehen können.


    Gutes Gelingen und hoffentlich hat sich jetzt kein neuer Stein gebildet.
    Berichte gerne weiter!

    Werschweinchen Danke. Ich werde es auch sicherlich nicht blind nachmachen ;-)

    Ich werde das tun, was vernünftige Tierhalter tun und morgen in der Tierarztpraxis anrufen (die haben Samstag Vormittag auf). Aber es hilft tatsächlich zur Einordnung.
    Und da es keine Moderatoren in diesem Forum gibt und die Admins durch Abwesenheit glänzen…


    Wie lange, können denn so Schmerzepisoden dauern?

    Die Schmerzen sollten so schnell wie möglich weg sein. Am Besten noch am selbigen Tag, der ersten Schmerzmedikamentengabe.
    Dann ist die Entzündung sehr wahrscheinlich noch da. Der Schmerz sollte aber betäubt sein.

    Dauern die Schmerzen länger als ein Tag an, ist die Dosis wahrscheinlich zu niedrig, oder der Zustand des Tieres zu schlecht.
    Dann kommt es auf die Aufteilung der Schmerzmittel drauf an.

    Novalgin kann man alle 6-8 Stunden geben, will man den Pegel aufrecherhalten.
    Metacam kann man alle 12 Stunden geben, wenn man verhindern will, dass auch hier der Pegel zu weit absinkt.

    Ich habe das mit der Dossierung geschrieben, weil ich es durchaus auch kenne, dass man in Foren, Medikamentendossierungen nicht öffentlich postet....


    Du hast hier deine, auf dein Schwein abgestimmte Dossierung geschrieben.

    Mein Tier, hat eine wiederum andere Dossierung bekommen, insgesamt sogar noch höher als dein Tier. Nur auf mehrere Male verteilt.

    Und diese wurde auch von meiner Tierärztin empfohlen.

    Es spielt das Gewicht des jeweiligen Tieres eine Rolle, der akute Zustand usw....

    Hmm.. ich finde es schwierig, hier öffentlich Medikamentengaben zu posten.....
    Novalgin würde ich tatsächlich nicht so viel auf einmal geben, dafür öfter... Und Metacam auch anders dossieren+2x auf den Tag verteilt.


    Du kannst ja auch ohne Bittersalate Blättriges Füttern.

    Hier gab es im Winter Eisbergsalat und Romanasalat, Spitzkohl, Gurke und anderes.

    Eisbergsalat besteht zum Großteil aus Wasser. Ist doch super. Er wird ausgespült und sie müssen wieder essen, was auch den Zahnabrieb fördert, da sie nicht so schnell abgefüllt sind.
    Hier hatte nie einer Vitaminmangel mit dieser Fütterung.

    Dazu gab es Karotten in Streifen, manchmal ein kleines Stück Apfel, Blattsellerie, ab und zu Tomate usw.

    Klingt für mich gut. Und ich würde tatsächlich mit Cranberrysaft arbeiten.
    Er war zuerst eklig, doch das Schweinchen hat ihn dann gut getrunken.
    Vitamin C ist bei Steinen auch gut, da es mit Säure gegen den Kalk geht.

    Und wenn die Veranlagung zu Blasenproblemen besteht, warum nicht dauerhaft Calzumarm füttern? Solange sie Heu bekommen, bekommen sie auch genug Calzium.
    Wichtig ist, dass sie diese dauerhaften oder immer wieder kommenden Blasenprobleme los wird. Dann kommt der Rest.

    Was du gut füttern kannst, ist jetzt leider noch nicht da, ist Goldrute. Wahrscheinlich wirst du bei dem Schweinchen dauerhaft auf die Blase achten müssen.

    Wenn es einmal läuft, bzw. die Entzündung eine Weile weg ist und nicht wieder kommt, bist du auf dem richtigen Weg.

    Keine Ahnung. Ich weiss nur, dass ich immer beides vom Tierarzt aus, geben sollte. Zuerst habe ich Uro gegeben und dann, als ein Stein diagnostiziert worden ist, die UTI´Tabletten.

    Dieses Tier hatte Gries und einen großen Stein.
    Mit den UTI Tabletten, ist der Stein in mehrere Teile zerbrochen, die dann ausgeschieden werden konnten.
    Das waren meine Erfahrungen damit.

    Geschüttelt und massiert habe ich auch noch nie ein Blasenschwein. Ich habe nur geschrieben, dass es diese Methode gibt.

    Und die Sache mit den Bittersalaten habe ich halt selbst bei meinen Tieren getestet. Daher kann ich definitiv sagen, dass es etwas bewirkt hat. Der Gries war im Schall deutlich weniger und auch die Griesausscheidungen waren weniger. Sie haben immer noch Griesflecken hinterlassen, aber längst nicht mehr mit dieser Deutlichkeit.

    In meiner 4er Gruppe war ein Blasensteinschwein und 3 Griessschweinchen 2 davon mit Blasenentzündung. Das fand ich auffällig, dass eine ganze Gruppe betroffen war. Und ich habe sehr viele Bittersalate verfüttert. Es gab Heu, ab und zu Trockenkräuter. Kein Karottengrün, keine Kohlrabiblätter.
    Mein Gedanke war: es kann doch nicht sein, dass alle zu viel Gries in der Blase haben.
    Also habe ich experimentiert. Und erst als ich die Bittersalate auf ein Blatt pro Tier am Tag reduziert habe, wurde es besser.
    Wir sagen immer, unsere Schweinchen sind domestiziert, aber ich glaube immer noch, dass wir das ideale Futter noch nicht wirklich gefunden haben. Ich vertrete die Meinung, dass sie zu den Exoten zählen sollten. So oft, wie sie Blasenprobleme haben, kann doch was nicht stimmen. Eine ganze Spezies ist betroffen. Und kaum einer, der seine Gruppe gut im Auge hat, hat eine Gruppe ohne ein Blasenschwein. Diese Symptomatik kommt immer wieder auf...

    Das ist doch keine Erfindung der Natur, finde ich. Da steckt mehr dahinter.

    Bei Blut im Urin:

    UTI KN Tabletten, Metacam, 2x täglich 3 ml Cranberrysaft 1/3 Saft, 2/3 Wasser geben, Rodicare Uro.
    Und ja, sicher gehen, dass es nicht wieder ein Stein ist.

    Manchmal sind Grieskristalle sehr scharfkantig, so dass sie die Blase immer wieder reizen und sie sich dann entzündet.

    Ich würde die Bittersalate reduzieren, sie enthalten viel Calzium. Da würde ich auf Eisbergsalat + Romanasalat umsteigen. Ich sage das, weil ich es in einem Versuch mit Blasenschweinchen getestet habe und es nach dem weglassen der Bittersalat merklich besser wurde. Der ausgeschiedene Gries wurde Zusehens weniger. Als ich dann wieder Bittersalate gegeben habe, wurde es wieder mehr.

    Ja, die Tiere scheiden Gries aus, aber nur einen Teil. Der Tiefpunkt der Blase liegt tiefer, als der Blasenausgang. Daher setzt sich der Gries unten in der Blase ab.

    Ich würde UTi KN Tabletten geben.

    Im Akutfall kannst du auch morgens und abends jeweils eine ganze UTI Tablette geben. Diese Tabletten sind in der Lage, Blasensteine aufzulösen. Habe ich selbst bei einem Schweinchen schon erlebt.
    Manche Tiere neigen dazu, Blasensteine zu bilden, egal wie gut man auf die Fütterung achtet. Ob sie auch zu Blasengries neigen, keine Ahnung. Da würde ich die UTI Tabletten durchgängig geben. Wenn die Akutphase vorbei ist, morgens und abends eine halbe Tablette.

    Blattsellerie ist auch gut, ist harntreibend.
    Frische Brennessel ist auch gut. Sie kurz nach dem Pflücken liegen lassen, mit dem Nudelholz abrollen und dann verfüttern.


    Bei Fr. Dr. Ruf gibt es auch ein Blasenseminar, wovon man die Aufzeichnung kaufen kann. Sie hat dieses Seminar auch schon live angeboten. Es lohnt sich die Seite zu verfolgen und zu schauen, ob es dies noch einmal online live gibt.

    https://elopage.com/s/DianaRuf/aufzeichnung-blasengries


    Es gibt auch eine Methode, wie man die Blase des Schweinchens massieren kann, um den Gries aufzuwirbeln und die Blase dann zu stimulieren, so dass er besser ausgeschieden wird. Ich selbst habe sie nie angewendet.

    Ich habe im Gehege Hindernisse eingebaut, wie STeine usw. wo die Tiere darüber steigen mussten, und so ihren Körper quasi in verschiedene Positionen gebracht haben. Oft haben sie an der Kante der Steine die Blase entleert.


    Ich habe zur Kontrolle auch einen Teil Fleecehaltung gemacht, damit ich am Fleece sehen konnte, wieviel Gries ausgeschieden wird.

    Ich verstehe nicht ganz, warum das so wichtig ist. Nirgendwo habe ich gelesen, dass, wie es hier zu Beginn behauptet wird, dass Meerschweinchen 80 Mahlzeiten brauchen!
    Es geht doch eher darum, dass sie viele kleine, unzählige Mahlzeiten am Tag essen und dass dazu auch bestimmt so was, wie einen Heuhalm knabbern gehört. Und es heißt dass sie bis zu 80 Mahlzeiten essen! Nicht dass sie 80 Mahlzeiten brauchen!
    Wenn ich nicht die Lust habe, dieses ganze Geknabber einmal zu zählen, reicht es doch zu wissen, dass sie immer, rund um die Uhr, irgendwelches Futter benötigen, damit sie gesund bleiben.
    Sie sind Tiere, die man nicht auf Nulldiät setzen kann, bzw. soll. Das weiss man auch, wenn man weiss, dass sie einen Stopfmagen haben und nach wenigen Stunden ohne Nahrungsaufnahme aufgasen können.

    Wenn ich einen Salatkopf ins Gehege packe und jeden Abend die Hälfte davon wegschmeiße, dann packe ich doch am nächsten Tag nur einen 2/3 Salatkopf ins Gehege....
    Was ist daran so dramatisch?
    Sie können, wenn sie im Käfig eingesperrt sind, nicht einfach zur nächsten "Wiese" laufen, wenn sie in der Nacht Hunger bekommen. Also muss ich ihnen die Nahrung rund um die Uhr zur Verfügung stellen.


    Wichtig ist auch zu wissen, z.B. wenn man Päppeln muss, dass Meerschweinchen viele kleine Mahlzeiten essen und nicht 3 große am Tag und zwischendurch dann nichts mehr.