Beiträge von Lillygypsy

    Einen Kaiserschnitt einfach so würde ich auch nicht machen. Aber du brauchst einen Tierarzt, der das kann und den du TAG UND NACHT dafür erreichbar ist, wenn die Geburt losgeht und einer nötig ist. Und du musst das Mädel gut überwachen, um sofort mitzubekommen, wenn die Geburt beginnt und es Probleme gibt. Da sind Minuten entscheidend!


    In dem Punkt mit dem Alter widerspreche ich den Tierärzten. In ihrem Alter ist eine erste Trächtigkeit lebensgefährlich und leider spricht diese Unkenntnis nicht für das Fachwissen der Ärzte über Meerschweinchen. Denen würde ich mein Schweinchen nicht für so einen schweren Eingriff wie einen Kaiserschnitt anvertrauen wollen.


    Wichtig ist jetzt:

    - Bock und Weib bis min. 6 Wochen nach der Kastration trennen

    - Weibchen gut beobachten, am besten auch eine Kamera installieren, über die man es überwachen kann, wenn gerade länger niemand da ist

    - Auch nachts regelmäßig kontrollieren, Meerschweinchen werfen am liebsten nachts oder wenn niemand in der Nähe ist

    - Sollte Ihr Gewicht kontinuierlich über mehrere Tage sinken, sie apathisch wirken, nicht fressen, auf der Seite liegen, bluten oder ähnliches, sofort zum Tierarzt, das ist dann ein Notfall!

    Ich würde die beiden auch sicherheitshalber direkt trennen (für mich sieht der Kleine auch nach einem Bock aus) und morgen mit beidem zum Tierarzt gehen. Eine Nacht wird keinen der beiden umbringen, sollte es aber ganz blöd kommen, sie tatsächlich tragend sein, der Bock unkastriert, sie die Nacht werfen und nachgedeckt werden, dann wird das wahrscheinlich böse enden!

    Falls es das nicht schon jetzt bei einer jetzt möglichen Trächtigkeit tut.


    Ab einem Alter von einem Jahr verknöchert das Becken und dehnt sich nicht mehr. Dadurch bleiben die Babys während der Geburt stecken, versterben im Geburtskanal und vergiften damit die Mutter. In einem solchen Fall muss ein sofortiger Kaiserschnitt erfolgen, wenn die Geburt beginnt. Selbst dieser birgt ein hohes Risiko, da die Chance für Mutter und Babys auch stark von den Fähigkeiten des Tierarztes abhängen, ohne Kaiserschnitt ist ihre Chance aber vermutlich in dem Alter noch geringer, wenn nicht gleich gen null. Mir ist kein Fall bekannt, in dem ein älteres Weibchen eine Erstgeburt auf natürlichem Weg überlebt hätte.

    Ist es wirklich ein Abszess? Dann wäre dieser mit Eiter gefüllt und müsste auf jeden Fall gespalten, gespült oder entfernt werden, damit er von innen abheilt und verschwindet. Wenn der Eitere drin bleibt, kann sich dieser im schlimmsten Fall in die Knochen fressen und diese zersetzen, sodass sie brechen. Oder es kann zu einer Blutvergiftung (Sepsis) kommen!


    Oder ist es vielleicht ein Atherom, also eine verstopfte Talgdrüse? Diese müssen nicht zwingend behandelt werden. Man kann den Talg aus dieser ausdrücken oder die gesamte Kapsel operativ entfernen. Ich bevorzuge die Entfernung, solange das Schweinchen gesund ist. Das Atherom füllt sich nämlich meist immer wieder, kann wachsen und sich schlimmstenfalls böse entzünden.


    Die Aussage des Tierarztes finde ich fragwürdig und würde mir eine zweite Meinung einholen.

    Bei deinem Pärchen sollte es auf jeden Fall ein Weibchen sein, Ein weiterer Kastrat würde nicht gut gehen.


    Deine beiden sind schon etwas älter, oder? Dann würde ich definitiv kein Jungtier dazu tun, sondern eine Dame etwa im gleichen Alter der beiden. Auf jeden Fall älter als 1,5 Jahre.


    Wie sie aufgenommen wird, kommt auf ihren Charakter an und wie sympathisch sich die Schweinchen sind. Das kann man nicht vorhersagen. Wie bei Menschen kann es vorkommen, dass sich zwei nicht riechen können.


    Für die Vergesellschaftung ist wichtig, dass das Gehege groß genug ist (sollte es ja eh sein! Passt das bei euch?). Außerdem sollte es keine Engstellen geben. Dann viel Futter dazu und die Schweinchen machen lassen.

    Bevor sie zusammen gesetzt werden, sollte aber sichergestellt sein, dass das neue Schweinchen gesund ist. Ein TÜV sowie eine Untersuchung des Kots (Probe über 3 Tage) beim Tierarzt ist das Mindeste. Sonst schleppst du dir im schlimmsten Fall Parasiten wie Kokzidien ein, die tödlich für deine Tiere enden können. Bis zu den Ergebnissen muss das Schweinchen streng getrennt von deinen bleiben, auch auf die nötige Hygiene achten.


    Am besten wendest du dich an eine seriöse Notstation. Diese lassen die Tiere vor der Vermittlung bereits beim Tierarzt durchchecken und den Kot untersuchen. Dann musst du das nicht mehr machen und kannst direkt vergesellschaften. Auch kann dir eine gute Notstation am besten sagen, welches der zur Vermittlung stehenden Weibchen am besten zu deiner Gruppe passen würde vom Charakter.

    Ich finde es absolut zu früh von Trennung zu sprechen. Ich würde die streithähne mal dem Tierarzt vorstellen. Oft sind Krankheiten Grund für eine plötzliche Veränderung. Streß gibt es bei mir in der Gruppe aber auch bei jeder brunst. Dagegen sprechen aber die Bisse am po. Ich wäre also erstmal für einen Check beim Tierarzt

    Ich stimme Letty voll und ganz zu.


    Ich hatte es übrigens auch schon, dass meine Aska mit 2 Jahren plötzlich immer wieder Phasen von mehreren Tagen bis hin zu 1-2 Wochen hatte (dazwischen einige Wochen Pause), wo sie andere Weibchen ständig verfolgt und bestiegen hat. Grundlos. 3 Tierärzte konnten unabhängig voneinander nichts finden. Nach ca. einem halben Jahr verschwanden diese Phasen wieder und tauchten seitdem nicht mehr auf (letzte Phase ca. 1 Jahr her).


    Das mit den Bissen ist allerdings untypisch. Beißen deine Weibchen sich gegenseitig? Oder wird nur eine gebissen? Hast du gesehen, wie sie sich gebissen haben? Wie war die Sozialisierungsphase der Weibchen (also könnte es daran liegen, dass sie sich sonst in dieser Stresssituation nicht anders als durch beißen zu helfen wissen)?

    Kann es möglich sein, dass das ein Schwarzschleier ist?

    Wie alt ist das Schweinchen?

    Ist etwas über die Genetik der Eltern bekannt?

    Hatte es das schon von Geburt an oder kam das erst mit der Zeit?


    Der Schwarzschleier ist soweit ich weiß genetisch bedingt und legt sich auf rote Farbfelder. Weißscheckung überdeckt aber rote Farbfelder. Dadurch sieht man auf den überdeckten Farbfeldern nur den Schwarzschleier, wodurch die Tiere da schmutzig im Weiß wirken.

    Ich hoffe, das habe ich so richtig im Kopf :)

    Bzgl. des Platzes ist es super, dass du den Kleinen schnell mehr Fläche bieten willst. So ein Käfig ist einfach viel zu klein und kein Ort, an dem man seine Schweinchen leben lassen sollte.


    Ein Erzieher (min. 1,5 Jahre und gut sozialisiert, das sind leider viele Tiere nicht, darum sollte man am besten einen seriösen Züchter oder eine seriöse Notstation aufsuchen) ist verdammt wichtig für die Entwicklung der Jungtiere.


    Meerschweinchen müssen von Grund auf alles von den Erwachsenen lernen. Ganz besonders wichtig ist in der Rappelphase (Pubertät) mit ca. 6-9 Monaten das Lernen von gewaltfreier Konfliktlösung. Können sie diese Fähigkeit nicht von erwachsenen Tieren erlernen, wird es verdammt schwer sie in Zukunft mit anderen Meerschweinchen zusammenzusetzen, da sie dann unterschiedliche Sprachen sprechen. Diese Missverständnisse können dann in bösen Beißereien enden. Und irgendwann wird der Punkt kommen, an dem man ein neues Meerschweinchen für "das Letzte" braucht.

    Man kann es mit Kleinkindern vergleichen, die von kleinauf alleine in einen Raum eingesperrt werden, ohne Kontakt zu Erwachsenen. Diese Kinder werden mit der Zeit notgedrungen eine eigene Sprache und eigene Regeln entwickeln, um miteinander zu leben. Sie werden aber große Probleme haben sich später einmal mit anderen Menschen zu verständigen und mit diesen zusammenzuleben.

    So ist das auch bei den Meerschweinchen.

    Dem kann man als Halter vorbeugen, in dem man seinen Schweinchen eine gute Erziehung zukommen lässt, dafür ist ein Erzieher im ersten Lebensjahr unerlässlich. Zudem gibt dieser den Kleinen auch noch Sicherheit und zeigt ihnen, was sie fressen können.


    Bzgl. der Geschlechter, 1 und 3 könnten Weibchen sein, 2 kann ich nicht einschätzen. Allerdings nur unter Vorbehalt, ganz eindeutig finde ich die Bilder leider nicht.

    Bitte gehe zeitnahe mit Brösel zum Tierarzt. Augenverletzungen sind sehr schmerzhaft!


    Der Tierarzt muss nachschauen, ob eine Verletzung der Hornhaut vorliegt, noch etwas im Auge ist usw. Außerdem kann man nicht jedes Medikament bei jeder Augenverletzung geben. Wirkstoffe wie Kortison z.B. sind bei einer Hornhautverletzung sehr schädlich! Der Tierarzt muss das Auge ansehen und dann entscheiden, mit was behandelt werden muss. Gerade bei Augen sollten da keine Experimente gemacht werden.

    Wir haben Advocate auch immer so dosiert, ausgerechnet von unserer Ärztin:

    Schweinchen um 1kg bekamen 0,1ml und die schwereren etwas mehr, 0,15ml.

    Wiederholung nach 3 Wochen.

    Bisher sind wir so immer alles Viehzeugs losgeworden und es gab keine Nebenwirkungen.


    Ich tropfe das Zeug nur immer in den Nacken. Als ich es einmal hinter die Ohren gemacht habe, wirkte es nicht. Erst die Nachbehandlung in den Nacken brachte den Erfolg. Vielleicht war das auch nur Zufall, aber seitdem ziehe ich den Nacken bei der Behandlung vor ;)


    Ich hätte mich auch an die Anordnung des Arztes gehalten. Die Schwere des Befalls ist denke ich egal bei der Dosierung. Bei zu wenig wirkt das Mittel nicht richtig und es bilden sich Resistenzen. Das wäre verdammt schlecht. Die Schwere des Befalls sollte nur Auswirkung auf die Häufigkeit der Behandlung haben, also leichter Befall 1-2 Anwendungen und schwerere Befälle 3 oder mehr. Aber nicht auf die Dosierung!

    Die Menge macht das Gift. Für das Viehzeugs genauso wie für die Schweinchen. Und Erstere sollen ja dadurch sterben, also muss es auch genug sein.

    Ich hatte mal dieses Leinenstreu getestet. Nicht zu empfehlen.

    Es ist ja dafür da, bei Pferden eine Matratze zu bilden, man nimmt das Nasse also nur alle paar Wochen bis Monate raus und streut ansonsten nur über. Das geht bei Meerschweinchen nicht bzw. sehr schwer und ist m.M.n. auch alles andere als empfehlenswert.


    Das Leinenstreu fliegt dafür sehr unter dem geringen Gewicht der Schweinchen, es ist schwer für die Kleinen darauf zu flitzen und ist auch recht spitz. Meine Schweinchen mochten es nicht. Eines bekam dadurch sogar einen verschorften Bauch, der nach Einstreuwechsel sofort wieder verschwand.

    Soweit ich gehört/gelesen habe, können äußere Blätter vermehrt gespritzt sein bzw. Reste von diesem Mittel enthalten, was gesundheitsschädlich ist.

    Der Strunk soll hingegen deutlich mehr Nitrat enthalten als der Rest des Salats, auch das ist für den Körper auf Dauer eher schädlich.


    Ob das so wirklich stimmt, kann ich nicht sagen.

    Meine bekommen sicherheitshalber die äußeren Blätter sowie den (harten) Strunk bei jedem Salat entfernt.

    Ich würde bei Grabmilben auch zu einer Behandlung mit einem Spot-On, am besten Advocate raten. Ich würde auch immer alle Tiere damit behandeln, aber da gehen die Meinungen auseinander.


    Meine haben letztes Jahr bei einem Grabmilbenbefall auch 3x Ivomec bekommen, was absolut gar nicht half. Erst nach einer zweimaligen Behandlung mit Advocate waren die Milben Geschichte.


    Ansonsten ist natürlich wichtig den Auslöser für die Milben (meistens Stress z.B. innerhalb der Gruppe) zu finden und zu beseitigen, damit nicht wieder ein neuer Befall auftritt.

    Als zwei meiner Schweinchen lichtes Fell bzw einen kahlen Bauch hatten, waren es Grabmilben. Nach zweimaliger Behandlung mit Advocate im Abstand von 3 Wochen wuchs das Fell wieder nach. Sie hatten es sich auch rausgebissen, das konnte ich beobachten.

    Vielleicht wirklich noch einmal eine zweite Meinung einholen oder in Richtung Milben behandeln?