Beiträge von Trauermantelsalmler

    Hast du mal geschaut, ob du noch Haarlinge sehen kannst, und ob es weniger geworden sind?

    Ich meine die Behandlung ist gerade mal 2 Tage her, oder? Es sind ja noch Eier da, daraus schlüpfen vielleicht noch Haarlinge, die dann vielleicht doch noch ein paar Stunden leben bis das Frontline sie dahin rafft.

    Du kannst nur mit Lecker Futter ablenken, und es eventuell mit einem Tropfen Fenistil (einfach einen Tropfen in ein bisschen Wasser und mit der Spritze eingeben, das ganze 1 bis 2x pro Tag ) zur Linderung des Juckreiz versuchen.

    Mit Fenistil habe ich hier immer gute Erfahrungen gemacht, aber bei manchen hilft es wohl nicht. Versuchen kannst du es aber, wenn du den Eindruck hast der Juckreiz ist stark.

    Die Giftbelastung für das Schweinchen ist also bei Frontline oder Spot-Ons mit Sicherheit erheblich größer. Ob sie zu groß ist, muss man selbst entscheiden.

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    Ich will einfach nur Material für eine informierte Entscheidung liefern und den Griff zum Gift auf dem Schweinchen nicht als einzige Option erscheinen lassen

    Das stimmt, die Giftbelastung für das Tier ist bei Frontline Spray oder einem SpotOn deutlich höher als bei deiner vorgestellten Methode. Bei deiner Methode ist dafür die Giftbelastung für den Menschen höher als bei Frontline. Ich denke wir sind uns alle einig dass die handelsüblichen Parasitenmittel ziemlich giftig sind, und nur wenn es notwendig ist und auch dann mit Bedacht und genau nach Vorschrift einzusetzen sind. Dessen muss man sich bewusst sein.


    Vielleicht würde ich mich anders entscheiden wenn ich schon mal eine Unverträglichkeit auf solche Mittel erlebt hätte. Aber in Moment passt es für mich mit Frontline.


    Anregungen für Alternativen sind ja aber grundsätzlich sinnvoll, wer weiss ob man es nicht doch mal braucht. Danke also dafür, man sollte es auf jeden Fall im Hinterkopf behalten.

    - Ob eine Aerosolbildung mit Insektiziden in Tierumgebung sinvoll ist? Das Tier nimmt den Wirkstoff dann doch ebenfalls auf.

    Ich hatte es so verstanden, dass man das Insektid einsetzt wenn die Tiere nicht im Gehege sind, und sie erst wieder reinsetzt, wenn es zerfallen ist.

    Ich kann jetzt nicht für Sam sprechen, aber für mich wäre diese Behandlung damals aus mehren Gründen nicht in Frage gekommen, vielleicht geht es anderen ja ähnlich:


    1. Ich hätte Sorgen dass es nicht so schnell wirkt. Starker Juckreiz ist schon Stress, der seinerseits eine Pilz- und/oder Grabmilben Befall begünstigen kann, und Krampfanfälle auslösen kann. Zudem kann ich mir nicht gut ansehen wenn meine Tiere sich quälen.


    2. Ich hätte das Problem gehabt dass ich einen Holzeigenbau schlecht desinfizieren kann. Selbst bei kompletten Streu Wechsel bleibt ein bisschen in den Ritzen liegen. Auch die Einrichtung ist teilweise aus Holz und nicht unbedingt geeignet innen Backofen oder Gefrierschrank getan zu werden.


    3. Bei meiner damaligen 6er Gruppe wurde die Streu eigentlich niemals komplett getauscht, das wäre viel zu viel gewesen, denn der Eigenbau war recht groß. Drei Wochen hintereinander einen kompletten Streu Wechsel hätte mich vor ziemliche logistische Probleme gestellt, wo hätte ich das entsorgen sollen? Und allein die Streu hätte mich schon mindestens 40 Euro gekostet.


    4. Wäre mir das auch schlicht zu viel Arbeit und Kosten mit ungewissen Erfolgsaussichten gewesen. Der komplette Streutausch hat schon 2 h gedauert, dann noch alles desinfizieren und ausbacken etc wäre ein kompletter Tag Arbeit und jede Menge Stress für mich und die Schweine gewesen. Das ganze zwei oder drei Mal kurz hintereinander, wenn es einfachere Möglichkeiten gibt, das würde ich mir nicht antun wollen.


    5. Die Umgebung mit Gift einsprühen finde ich auch nicht so gut, selbst wenn es schnell zerfällt. Ich müsste es im großen Mengen sprühen und dabei einatmen, wenn es nicht sein muss mache ich das nicht. Ich lebe etwas länger als meine Schweine, und habe keine Lust mir da irgendwelche Spätfolgen einzufangen. Zumal unsere Familienplanung damals auch noch nicht abgeschlossen war. Das Frontline darf man ja auch nicht ohne Grund nicht aufs Tier aufsprühen, sondern lediglich auf die Hand mit Handschuh sprühen und dann einreiben. Und das ist auch nur wenig.


    Heutzutage würden einige Gründe wegfallen, wir haben nur noch 3 Schweine, das Gehege ist entsprechend kleiner und ein kompletter Streutausch wäre kein Problem mehr.

    Aber ich habe gute Erfahrungen mit Frontline gemacht, die Anwendung ist simpel, und es hilft schnell. Warum sollte ich was anderes versuchen? So oft hat man ja eigentlich keine Haarlinge im Bestand, wir hatten das in 20 Jahren vielleicht 3x. Drei Mal in 20 Jahren die Chemiekeule kann ich vertreten.


    Aber das muss jeder für sich abwägen.

    Hast Du oder haben die anderen, die sich hier für Gift aussprechen, es denn schon einmalig erfolglos mit der https://www.meerschweinchen-ra…?postID=907840#post907840 aus Kokosöl und Inuzid versucht? Wenn das immer wieder bei Euch nötig gewesen wäre oder nie geholfen hätte, wäre ich für Berichte echt dankbar. Ich will hier ja keine Sachen empfehlen, die bei anderen nicht helfen.


    Abgesehen davon wird das Gift ja auch nicht nur "einmal mit der Keule drauf" angewandt, sondern je nach Mittel zwei- oder dreimal. Der Stress für das Tier ist dann sicher der gleiche wie bei Spray oder Öl.

    Wir haben es vor vielen Jahren mal mit irgendwelchen Öl versucht, was dagegen wirken sollte. Angeblich auch beim Hund gegen Zecken. Kokosöl war es aber nicht, ich weiss nicht mehr welches. Aber es hat sehr gestunken, und geholfen hat es nicht.


    Wenn das Kokosöl täglich verabreicht wird ist das doch schon einiges stressiger als Frontline einmal pro Woche.


    Wie gesagt, ich bin dann mit dem kranken Tier zum Tierarzt gegangen, und was der verschrieben hat hab ich verwendet. Und es hat geholfen.

    Also ich meine ich habe solche Warnungen im Netz auch über das Spray gelesen :|.

    Aber ich habe auch über Orniflox (ein neues Antibiotikum) wahre Horrorgeschichten gelesen, und habe es trotzdem verwendet, als meine Tiere es verschrieben bekommen haben, und es gab keine Probleme.

    Daher vertraue ich da eher dem Tierarzt, natürlich bin ich mir bewusst dass es immer einzelne Tiere geben kann, die eine Unverträglichkeit haben können.


    Das einzige wovon ich halt gar nichts halte ist so ein Spray oder SpotOn vorbeugend zu verwenden. Das habe ich vor Jahren mal bei einer Züchterin gesehen. Dafür ist mir das Risiko zu groß, so was gibt es nur wenn wirklich einer befallen ist! Und bei Grabmilben auch nur das kranke Tier.

    Das stimmt, Frontline ist nicht ohne. Ist schon immer ein doofes Gefühl, im Prinzip ist es ja ein Insektizid, so wie die ganzen Spotons gegen Milben auch. Ich gebe es auch ungern, aber ich sehe es da wie Wassn. Lieber einmal mit der Keule drauf und gut als ewig rumdoktern mit Öl oder so. Und Unverträglichkeiten kann es eben immer geben, das gilt ja für sämtliche Medikamente.

    Haarlinge sind auf Dauer auch nicht ganz ohne.

    Der Juckreiz kann sehr quälend sein, Krampfanfälle auslösen und schlimmstenfalls auch zu Tode führen.

    Offen gesagt verstehe ich nicht, warum man Gift auch noch in einer besonders unangenehmen Form anwendet. Wenn schon Gift, erscheint mir ein Spot-On am sinnvollsten, da es zumindest in der Anwendung keinen Stress für die Tiere bedeutet.

    Naja, ich habe das Spray vom Tierarzt gegen die Haarlinge bekommen, es angewendet wie es mir aufgetragen wurde, und es hat sofort geholfen. Ganz einfach.

    Haarlinge sind ja nur äußerlich, soweit ich weiss trinken die nicht mal Blut oder so, sind also keine richtigen Parasiten. sondern ernähren sich nur von toten Hausschuppen. Die Schädigung ist durch den Juckreiz, wenn sie im Fell krabbeln.

    Spot on wirkt ja systemisch von innen heraus, deswegen erreicht das ja Grabmilben, die zum Beispiel durch Frontline Spray oder Bolfo Puder gar nicht erreicht werden.

    Vielleicht erreicht das SpotOn wiederum die Haarlinge gar nicht, deswegen wird da eher Spray oder Puder verabreicht.


    Zumindest kenne ich es auch nur so, dass gegen Haarlinge nur äußerlich mit Spray oder Puder oder Öl behandelt wird, gegen Grabmilben aber innerlich wie mit dem Spot on oder auch Spritzen.

    Ich habe für Haarlinge das erste Mal Frontline Spray bekommen vom Tierarzt, und habe es bei Befall seitdem wiedergekauft und verwendet. Das hat immer gut und schnell gewirkt und musste 2-3x aufgetragen werden, mit jeweils 7-10 Tagen Pause. Aber sie haben es gehasst, und ich auch, aber hilft ja nichts. Unter Haarlingen können sie auch ganz schön leiden.

    Das mit dem Scheren unseres einzigen Langhaarschweins im der Gruppe wurde uns damals auch empfohlen, und das haben wir auch gemacht. Ich denke es Frontline wirkt dann halt schneller, weil nicht so viel Haar zum Verstecken da ist. Und es schadet eh nicht, das Haar mal kurz zu schneiden, dann kann es nicht verdrecken. Das ist in ein paar Wochen wieder so schön lang wie vorher.

    Abgeben an eine Notstation ist eine gute Sache, wenn die Haltung auslaufen soll, und die Tiere gut untergebracht sein sollen. Aber was dann passiert, ob die Notstation sie dann an einen guten Endplatz vermittelt oder nicht, ist ohnehin deren Entscheidung und liegt dann nicht mehr in eurer Hand. Auch die Notstation kann ja aus irgend einem Grund die Haltung aufgeben (müssen), oder sich verkleinern. Abgegeben ist abgegeben. Dafür habt ihr euch ja entschieden, damit seid ihr dann raus.


    Was habt ihr denn gegen eine Vermittlung der Notstation an einen schönen Endplatz bei einem anderen Schweinchen Halter in einer Haremsgruppe? Warum muss das Tier denn unbedingt in einer Notstation alt werden?


    Nicht gegen Notstationen, aber die Haltung dort ist ja oft nicht ganz ideal, sondern ja schon auch auf Quarantäne und Vermittlung ausgelegt. Geld und Platz ist dort oft knapp, es wird das bestmögliche für die Tiere rausgeholt, aber die Ressourcen sind halt nicht endlos.

    Wenn die beiden echt noch so jung sind, gehe ich nicht davon aus dass es Probleme bei der Vergesellschaftung geben wird. Man weiß es natürlich nie, aber zwei weibliche Jungtiere und ein Erwachsener Kastrat sollte reibungslos klappen. Aber 1.2qm sind leider wirklich etwas knapp auf Dauer ?(. 2qm wären schon gut.

    Ich würde auch eher drei als zwei Tiere halten, wenn es irgendwie möglich ist, weil zwei Tiere ja eigentlich noch keine Gruppe sind.

    Meiner Meinung nach reichen 2qm für drei Tiere auch aus.

    Mehr geht natürlich immer.

    Sei doch nicht so resigniert.

    Warum suchst du nicht einen süßen Kastraten ab ca 1 Jahr aufwärts? Der wäre begeistert von den beiden, und auch die beiden würden profitieren, können Sicherheit und Sozialverhalten lernen! So viele hübsche Jungs suchen ein Zuhause, und dir als Halterin entgeht auch was ohne Kastrat! Die sind echt klasse, haben alle einen tollen einzigartigen Charakter, und du hättest eine richtige tolle kleine Schweinchen Familie! Und du kannst das ganze Verhaltensspektrum deiner Tiere beobachten, jetzt siehst du ja nur einen kleinen Teil.