Ich hatte den Beitrag auf FB schon vor einer Weile gelesen und finde ich ihn richtig gut.
Denn einiges an Tierleid könnte man durch eine Frühkastration bzw. generell einer Kastration vermeiden. Da ist es aber nicht alleine wichtig die Halter dafür zu sensibilisieren sondern auch die Tierärzte. Es gibt heute noch genug TÄ die meinen das Meeris mit drei Monaten geschlechtsreif sind und kastrierten auch z.T. erst wenn die Böcke so zwischen 3-6 Monate alt sind.
Wir hatten von Anfang an eine gemischte Gruppe mit immer mindestens einem Kastraten, aber haben auch einige Babys zu einer TÄ bringen können die schon anno 2002 eine Frühkastration allem anderen vorzog. Eben weil die jungen Schweinchen die Narkose besser vertragen, das Gewebe in dem Bereich in so einem jungen Alter auch noch gar nicht wirklich durchblutet ist. Klar für die Ärzte ist eine Gratwanderung weil man die Narkose korrekt dosieren muss und es schlicht Fummelarbeit ist. Die Vorteile der FK überwiegen allerdings in meinen Augen.
Der Vorgänger von Spock war ein FK, Tay starb mit 7 1/2 Jahren. Er war ein normales Böckchen mit Sexualtrieb und allem was dazu gehört. Er hatte, wie die anderen FK die ich kennen lernen dürfte, auch keine "Nebenwirkungen" davon getragen wie mancher Skeptiker/Gegner sie gerne mal aufzählt.
Wenn man bei einem Böckchen frühzeitig bereits gesundheitliche Probleme wie z.B. einen Herzfehler feststellt würde kein vernüftiger TA eine Kastration empfehlen und das wären auch für mich die Ausnahmen die man bei diesem Thema ganz klar machen muss.