• Hallo,


    da ich mir überlege, zu meinen zwei Weibchen noch ein kastriertes Böckchen zu holen (die beiden mögen sich leider nicht und reden kaum mehr miteinander), habe ich diese Woche im Tierheim angerufen und nach kastrierten Böckchen gefragt.


    Die hatten leider kein kastriertes Böckchen. Stattdessen haben sie gerade zwei Jungböcke (6 Wochen alt), die sich total fetzen und die sie möglichst schnell vermitteln wollen. Das versteh ich ja.
    ABER dort wurde mir jetzt vorgeschlagen, dass sie einen davon kastrieren lassen und weil er ja erst 6 Wochen alt ist, hätte man dann keine Wartezeit und ich könnte ihn gleich zu meinen Weibchen setzen?!? :shock:


    Ich habe zwar gemeint, dass sie doch schon mit 3-4 Wochen geschlechtsreif sein können, aber es hieß dann nur, das würden sie immer so machen und es wäre noch nie was passiert.


    Würdet ihr sowas riskieren? Ich will auf keinen Fall, dass meine beiden schwanger werden. Es gibt schließlich schon genug Schweinchen-Nachwuchs auf der Welt.


    Ansonsten gäbe es im Tierheim noch ein 15 Wochen altes Böckchen, bei dem müsste man allerdings eine Wartezeit von 4 Wochen einhalten. Wirklich nur 4 Wochen? Ich les überall von 6 Wochen. :?


    Bin jetzt total verwirrt. Ich versteh es ja, dass sie die beiden kleinen Streithähne schnellstmöglich trennen müssen, aber ist das nicht arg riskant? Ich tendiere momentan eher zu dem älteren Böckchen. Nur 4 Wochen sind auch wenig, oder?
    Und ich habe auch keinen zweiten Käfig und genug Platz, um die längere Wartezeit dann selber einzuhalten.


    Sowieso wäre es vielleicht besser, die beiden lieber woanders in eine reine Böckchen-Gruppe zu vermitteln, anstatt sie jetzt "wegen mir" zu kastrieren. Wenn es mit meinen beiden zusammen nicht klappt, könnte ich den Bock ja auch gar nicht behalten.


    Was würdet ihr denn machen?


    Gruß,
    Josefine

  • Hallo Josefine,


    vielleicht hat das Tierheim es noch nicht erlebt, vielleicht sagen die neuen Besitzer aber auch gar nichts.
    Ich habe es definitiv schon erlebt, dass so junge Böckchen gedeckt haben, wenn die Kastrationsquarantäne nicht eingehalten wurde.


    Ob Du einen der jüngeren Böckchen oder den älteren nimmst, ist eigentlich egal. Wichtig ist bei allen die 6 wöchige Quarantänefrist einzuhalten. Davon würde ich mich auch nicht abbringen lassen.


    Vielleicht kannst Du Dir einen Käfig irgendwo leihen und den kastrierten Bock solange da hinein setzen.



    Liebe Grüße
    Nadine

  • Hallo Josefine,


    oder versuch es doch mal bei http://www.notmeerschweinchen.de. Dort warten ganz viele Schweinchen auf ein neues Zuhause (bundesweit) und die meisten Böckchen dort sind auch schon kastriert bzw. leben solange mit einem anderen Bock zusammen, bis sie die 6 Wochen Quarantäne hinter sich gebracht haben. Ich denke, auf diese Weise ist jedem Tier geholfen: Deine zwei Mädels können kurzfristig einen Mann bekommen und der Mann hat nach der Kastration nicht alleine sitzen müssen.


    LG
    Nici

  • Also die Meerschweinchen-Hilfen liegen leider alle zu weit weg.
    Bei den Notmeerschweinchen habe ich gleich drei Böckchen gefunden, die mir supersuper gefallen würden. Aber da ich im Süden wohne, kann ich ihnen das einfach nicht antun, dass sie einmal durch ganz Deutschland gefahren werden.
    Und wenn es nicht klappt, wird das arme Böckchen dann wieder stundenlang durch die Gegend geschleift. Das bring ich nicht über´s Herz. :(


    Ich werde wohl das 15-Wochen alte Böckchen aus dem Tierheim nehmen. Sie würden es sowieso demnächst kastrieren (also nicht nur wegen mir) und der arme Kerl sitzt jetzt schon seit Wochen allein (weil er eben nicht kastriert ist - ich frag mich nur, wieso sie das dann nicht schon früher gemacht haben?).


    Außerdem hat mir der Herr vom Tierheim ausführlichst erklärt, dass es ganz wichtig ist, dass ich sie eine Woche lang nebeneinander, aber durch Gitter getrennt halte!! Wenn ich das nicht machen würde, hätte ich viel schlechtere Chancen für die Vergesellschaftung.
    Deswegen könnte ich es dann auch schon 3 Wochen nach der Kastration abholen, weil ich ihn dann die 4. Woche durch die Gitter getrennt halte und mehr als 4 Wochen Wartezeit bräuchte man nicht.


    Was denn nun??? Sagt er das nur, weil sie die Käfige wieder brauchen (das hat er auch mehrmals betont), oder ist das wirklich die bessere Methode? Hat das jemand hier schon mal ausprobiert? Wenn ja, wie lief es denn?


    Gruß,
    Josefine

  • Hallo Josefine,


    also von der Methode, die Tiere durch ein Gitter zu trennen, damit sie sich schon mal beschnuppern können, wird hier immer abgeraten. Das Problem ist, daß die Tiere sich dann zwar sehen, hören und riechen können, aber eben nicht zueinander können und auch die Rangordnung so nicht festlegen können. Dadurch können sich Aggressionen und Streß aufstauen.


    Bzgl. der Wartezeit nach der Kastration würde ich lieber auf Nummer sicher gehen - bisher kenne ich nur die Aussage, daß man sechs Wochen warten sollte (das wurde mir übrigens bei der Kastration meines Pferdes auch so gesagt - und zwar von einem TA!).


    Zitat von Josefine22


    Ich werde wohl das 15-Wochen alte Böckchen aus dem Tierheim nehmen. Sie würden es sowieso demnächst kastrieren (also nicht nur wegen mir) und der arme Kerl sitzt jetzt schon seit Wochen allein (weil er eben nicht kastriert ist - ich frag mich nur, wieso sie das dann nicht schon früher gemacht haben?).


    Über diesen Punkt wundere ich mich ja ehrlich gesagt auch. Wenn er doch eh schon seit Wochen alleine sitzt, dann könnten die den ja auch schon kastrieren lassen, dann bräuchte er ja bei seinem neuen Besitzer gar nicht so lange alleine sitzen... :roll:


    Ich glaube, ich wäre da seeehr vorsichtig. Hättest Du denn die Möglichkeit, ihn die sechs Wochen getrennt zu halten? Dann würde ich ihn nämlich lieber gleich zu mir holen und selber kastrieren lassen, dann kennst Du auch den Zeitpunkt genau. Wäre mir lieber, als hinterher doch ungewollten Nachwuchs zu haben, weil die einem irgendwelchen Blödsinn erzählt haben.


    Viel Glück noch weiterhin!


    LG
    Alessia